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Komitee für künstlerischen Rosenmontagszug

"Die Stadt des frohen Gebens"


Zwischen Karneval und Brauwesen gab es schon immer innige Beziehungen:Peter Frankenheim 1895 als närrischer Prinz
Zwischen Karneval und Brauwesen gab es schon immer innige Beziehungen:
Peter Frankenheim 1895 als närrischer Prinz

Einen roten Faden hat die Geschichte des Carnevals-Comitees nicht. Es klaffen zeitweilig große Lücken. In der Blütezeit des Karnevals im 19. Jahrhundert ernannten diverse Gesellschaften eigene Comitees, so vor allem der „Allgemeine Verein", der ohnehin die jecken Zügel in der kleinen Stadt weitgehend in der Hand hielt. Das Bild des Düsseldorfer Karnevals wurde in der zweiten 1 lallte jenes Jahrhunderts großenteils durch die kriegerischen Ereignisse und das dramatische Auf Lind Ab bei diesem Verein bestimmt, der schließlich sogar 13 Jahre außer Gefecht gesetzt war (darüber Näheres unter den Vereins Porträts im zweiten Teil des Buches). Aufwärts ging es wieder ab 1886, als der AVDK ins närrische Treiben zurückkehrte, dominante Persönlichkeiten das Narrenzepter schwangen und die Künstler nachhaltig den Rosenmontagszügen den Stempel aufdrückten.

Es entstand schon bald auch ein „Komitee zur Veranstaltung eines künstlerischen Rosenmontagszuges", an dessen Spitze sich in der Folgezeit allerlei Prominenz abwechselte, darunter die AVDK-Präsidenten Carl Maria Seyppel und Josef Herchenbach sowie als Vertreter des Verkehrsvereins ein ehemaliger Nicht-Düsseldorfer Oberbürgermeister. Da die Stadt sich mal nicht knauserig anstellte, konnten auch wieder zahlreiche Rosenmontagszüge rollen. Allerdings kam das Komitee nicht umhin, sich zusätzlich um Spenden zu bemühen.