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Kostüm


Jeder Jeck weiß, daß die Kostümfrage ein schwieriges und hochsensibles Feld ist, denn am Kostüm sollt ihr sie erkennen. Es gibt diverse Fettnäpfchen, die es gilt zu umgehen. Da ist erst einmal die Frage des Zeitpunkts, d. h. an welchen Tagen werden Kostüme getragen? Diese Frage ist ziemlich leicht zu beantworten: am 11.11. (mit Einschränkung), Weiberfastnacht, Karnevalsfreitag (mit Einschränkung), Karnevalssamstag, Karnevalssonntag, Rosenmontag, Karnevalsdienstag. Am 11.11. sieht man ebenso viele Menschen im Kostüm wie in normaler Kleidung -das ist eine Frage der Jeckheit. Das gleiche gilt für Karnevalsfreitag, da ist tagsüber i. d. R. keiner im Kostüm zu sehen, erst abends für die Kneipe zieht man sich dann wieder um. Auf Sitzungen trägt man nur Kostüm, wenn das aus der Eintrittskarte hervorgeht, es sei denn, die Sitzung findet unmittelbar vor oder während der Tollen Tagen statt. Dann ist es aber auch ein absolutes Muß.

Aus praktischen Gründen sollte man zwischen dem Kostüm für draußen und dem für drinnen unterscheiden. In den Kneipen und auf Bällen ist es oft sehr heiß, so daß ein möglichst luftiges Kostüm angebracht ist. Kölsche Karnevalskostüme sind, anders als z. B. im Münchner Fasching, weniger sexy als lustig und weniger schön als originell, d. h. man sieht mehr Clowns als Nixen.

Der Düsseldorfer Karnevalsjeck hat eine ganz eigene Vorstellung von seinen Kostümen, und schon die Kinder wissen sehr genau, was sie an Karneval werden wollen. Es gibt mittlerweile in Düsseldorf Kostümgeschäfte, die das ganze Jahr geöffnet haben. Und wie man die besten Weihnachtsgeschenke nicht im Advent kauft, gibt es die besten Kostüme nicht kurz vor Weiberfast