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Künstlerverein Malkasten

Sterne am Himmel des Karnevals


Auch 1879 ging es hoch her im Malkasten: Wilhelm Gauses "Faschingsmontag im Künstlerverein"
Auch 1879 ging es hoch her im Malkasten: Wilhelm Gauses "Faschingsmontag im Künstlerverein"

"Der Darstellungstrieb der Düsseldorfer Maler erlebt im Karneval seine Blüte", notierte Karl Leberecht Immermann, der Dichter, Theaterdirektor und -reformer, der 1838 ein Maskenfest miterlebte, in seinen "Maskengesprächen". "Der italienische Karneval ist ein Impromptu toller Volkskunst, der kölnische schmeckt etwas nach Absicht und Berechnung; die Fastnachtsscherze unserer Künstler (jedoch) sind eine Fete, welche eine geistreiche Kaste sich und ihren Anhängern gibt."

Die "strahlenden Sterne am Ruhmeshimmel der Maskenherrlichkeit", wie die Künstlerfeste gefeiert wurden, die in der Geschichte des Düsseldorfer Karnevals einen besonderen Platz einnehmen, glänzten nicht erst nach Gründung des Künstler-Vereins Malkasten im Revolutionsjahr 1848, sondern schon zu Zeiten des "Familienvereins der Düsseldorfer Künstler", der, im November 1835 aus der Taufe gehoben, bis um die Mitte der vierziger Jahre des 19. Jahrhunderts bestand.