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Weiberfastnacht


Frauen übernehmen die Macht An diesem Donnerstag, dem Höhepunkt des Karnevals vor den drei tollen Tagen, führen die Frauen das Regiment. In Düsseldorf stürmen sie, die Möhne, unter denen man in der Mundart eigentliche alte Frauen versteht und früher Tanten verstand („do kütt uns Mühn"), das Rathaus und schneiden, wo immer es geht, den Vertretern des anderen Geschlechts rigoros eines der äußeren Zeichen ihrer Männlichkcil, die Krawatte, ab. Auch in anderen Behörden und vielen Unternehmen wird an diesem Tag mehr geschnippelt und gesüffelt als gearbeitet. Das der holden Weiblichkeit vorbehaltene Fest zur Fastnachtszeit geht allgemein auf den seit dem 14. Jahrhundert bezeugten Brauch zurück, daLi in Städten die Ehefrauen aus den ratsfähigen Familien zu einem eigenen Mahl Lind Tanz geladen wurden, zuweilen auch Witwen und Jungfrauen und gesondert die gemeinen Töchter (Freudenmädchen). Zunächst nur Gast, veranstalteten die Frauen später selbst Feste mit speziellem Zeremoniell und dem befristeten Recht, den Männern zu befehlen. Es gibt noch verschiedene Formen der Weiberfastnacht, die in Düsseldorf auch als Altweiberfastnacht mit Altweiberbällen Lind Mühnetreffen gefeiert wird, wobei die überwiegende Mehrheit der närrisch herausgeputzten Teilnehmerinnen alles andere als alt ist.