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Galopade

„Carnevals-Galopade" brachte die Jecken auf Trab


1829, in dem Jahr, in dem der „Allgemeine Verein" das Licht der närrischen Welt erblickte, erlebte Düsseldorf am Karnevalsdienstag, wie überliefert ist, schon einen großen, humorvollen Zug. Tausende Einheimischer und Fremder säumten die Straßen, als sich der „Zoch" vom Lokal des Anton Becker am Flinger Steinweg (heute Schwadowstraße) aus in Bewegung setzte. Es war alles wohlgeordnet: Die Akteure waren poetisch beschieden worden:

„Auch in der Narretlay
Die Ordnung heimisch sey!
Wer sich darin nicht fügt,
Sich selber nur betrügt"


Schon zeitig hatte das „Comité" die Allgemeinheit zum großen Spaß gebeten: „Namens und im Auftrage" des allerhöchsten Narren „werden alle lebenslustigen Bewohner hiesiger Residenz und auswärtiger Gegend zur regsten Teilnahme an den diesjährigen Faschingsvergnügungen geziemend eingeladen. Das Leben soll nicht monoton, der Narr nicht immer geheim sein. Wozu wäre sonst Karneval?"